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Es war einmal in der langen Menschheitsgeschichte, da die Musik über mehr als tausend Jahre als wertvollster Kulturbesitz galt, besser behütet als die Goldreserven heutiger Nationalbanken, höher verehrt als der Kaiser selbst.

Sie bildete das einzige Gegengewicht zu strengen Gesetzen und umständlichen Höflichkeitsformen, verlieh den Zeremonien Würde und Ernst und überwand bei Fest und Ausgelassenheit die Rangunterschiede.

Verwaltung und Armee mochten Dynastien mächtig werden lassen, aber ohne gesellschaftlichen Zusammenhalt blieben sie es nicht: die vornehmste Aufgabe der Musik.
Das war einmal in einer „Welt von Gestern“, im fernen, alten China.

 

Die Welt von heute unterstellt anspruchsvoller Musik zunehmend elitäre Abgehobenheit und verdächtigt sie, wie unlängst im deutschen Fernsehen in voller Sendebreite, des zeitgeistigen Rassismus.
Musik mag man heute besonders, wenn sie wie ein Schnürlregen sanft und unablässig durch Kaufhaus und Film rieselt. Seit entdeckt wurde, dass diese Art des akustischen Christbaumschmucks auch ohne Kunst einfach und massenhaft durch Digitalisierung erzeugt werden kann, erreicht die Musik auch in der Schulpolitik noch nicht dagewesene Höhen: als Einsparungsgegenstand, wie längst das Latein und bald das Turnen.
Auf gut Chinesisch: „Vernachlässigte Musik und verkommene Sitten: daran erkennt man untergehende Reiche“.

Aktuell dazu wäre ein düsterer Zukunftsroman zu schreiben: beginnend 1940 im britischen Unterhaus, wo Churchill donnert: „Wenn wir die Kunst und die Musik aufgeben, weiß ich nicht, wofür wir einen Krieg führen“, zurück ins Jahr 1530, zu Calvin, der sogar das Absingen von Kirchenliedern wegen gefährlicher Sinnenfreude unter Strafe des Scheiterhaufens bei langsamem Feuer stellt, endend im antiken Hollywood, im Klassiker „Quo vadis“, Nero Peter Ustinov vor der Brandkulisse Roms mit seinem weltberühmten Frohgesang, der den Petronius in den Selbstmord treibt und alle heutigen, lorbeerbekränzten Musiker weit hinter sich läßt, sogar sprachgestörte Gewaltbefürworter und die Kastelruther Playbacksingvögel.
„Madonna der Be-herge“, die erste Oper der Cancel Culture.

 

Bevor es aber unvermeidlich so weit kommt, musste Konfuzius das Wort erteilt werden, bevor man ihn vergisst oder abermals kulturrevolutioniert, noch bevor jemand mitbekommen hat, dass er der größte Musiklehrer war, und was Musik einst bedeutet hat.

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Konfuzius für Musiker

Artikelnummer: 902218

Gebundenes Buch von Peter Langgartner 104 Seiten

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