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Geigensaiten im Vergleich - welche ist die Richtige?

Die Besaitung einer Geige hat großen Einfluss auf ihren Klang. Unterschiedliche zur Auswahl stehende Materialien wie Darm, Kunststoff oder Stahl mit diversen Umspinnungen haben positive wie negative Eigenschaften, die es abzuwägen gilt. Informieren Sie sich, probieren Sie Verschiedenes aus und finden Sie die perfekten Saiten für Ihr Instrument.



Viele Faktoren spielen bei der Auswahl der idealen Geigensaiten eine Rolle. Vor allem aber Material und Beschichtung. Saiten können aus verschiedenen Materialien in unterschiedlicher Dicke gefertigt sein. Für gewöhnlich werden sie aus Darm, Stahl oder Kunststoff hergestellt. Jedes Material bietet individuelle Vor- und Nachteile, die im Folgenden kurz erläutert werden sollen.

Darmsaiten

Traditionell werden Geigensaiten aus Darm, in der Regel von Huftieren, hergestellt. Der Darm wird hier getrocknet und poliert zu einer Saite verarbeitet. Derartig ursprünglich hergestellte Violinsaiten aus reinem Darm finden sich heute immer noch. Sie werden aber hauptsächlich in der barocken Musik, die bestimmten Klanganforderungen entsprechen soll, verwendet. Der Großteil der heute erhältlichen Darmsaiten ist mit einem sekundären Material umwickelt. Hierbei handelt es sich in der Regel um Aluminium, Silber oder Kupfer. Die Umspinnung der Violinsaiten verleiht ihnen mehr Masse und folglich auch einen tieferen runderen Ton.
Darmsaiten werden vor allem aufgrund ihres charakteristischen weichen vollen Timbres sehr geschätzt, haben jedoch auch Nachteile. Aufgrund des natürlichen Kerns sind sie sehr anfällig für Temperaturschwankungen und verstimmen sich entsprechend schnell. Des Weiteren nehmen sie Feuchtigkeit aus der Umgebung auf, was zu einem Aufquellen und einer Verringerung der Spannung führt.

Hochwertige und erprobte Darmsaiten bieten zum Beispiel Hersteller wie Pirastro und Savarez.

Stahlsaiten

Stahlsaiten eignen sich sehr gut für Anfänger. Sie sind robuster als Darmsaiten und lassen sich gut greifen. Ihr Klang ist kräftig, zuweilen aber auch etwas hart und metallisch. Verglichen mit Darmsaiten ist der Ton oft weniger rund und warm. Dafür sind Stahlsaiten äußerst stimmungsstabil und halten sehr lange.
Eine weitere Eigenart von Stahlsaiten ist ihre Eigenschaft, lange nachzuklingen. Dies ist auf der Geige in der Regel nicht erwünscht und kann durch eine Dämpfung des Stahls verhindert werden. Hierfür wird der Stahlkern nochmal mit einer Metallschicht oder einer zwischengelagerten Kunststoffschicht umwickelt.
Auf der Violine wird die E-Saite mittlerweile standardmäßig mit Stahl besaitet, auch wenn der restliche Satz aus anderen Materialien hergestellt ist. Dies liegt daran, dass E-Saiten aus anderen Materialien, wie zum Beispiel Darm, sehr dünn sind und leicht reißen.

Wohlklingende Geigensaiten aus Stahl, die sich bewährt haben, finden Sie beim Hersteller Thomastik.

Kunststoffsaiten

Diese Geigensaiten haben einen Kunststoffkern und werden mit metallischen Materialien umsponnen. Zum Einsatz kommende Kunststoffe sind zum Beispiel Nylon, Polyester, Perlon oder Materialien aus der Raumfahrttechnik. Der Klang von Kunststoffsaiten nähert sich dem von Darmsaiten an, ohne jedoch deren Qualität vollends zu erreichen. Dennoch finden Kunststoffsaiten aufgrund ihrer ausgereiften Herstellungstechnik mittlerweile vom Anfänger bis zum Profi Verwendung.

Langfristig erprobte Kunststoffsaiten gibt es bei den Herstellern Pirastro, Savarez, Larsen und Thomastik.

Fazit

Welche Geigensaiten perfekt zu einem Instrument passen, lässt sich leider nicht nach starren Kriterien bestimmen. Das Ausprobieren ist daher unerlässlich, da Saiten auf jedem Instrument anders klingen. Es kann damit begonnen werden, durch das höher oder tiefer Stimmen einer Saite verschiedene Stärken zu simulieren. Überzeugt der Klang, wenn die Saite höher gestimmt ist, sollten dickere Saiten gewählt werden. Im umgekehrten Fall, wenn die Saite tief gestimmt besser klingt, eignen sich dünnere Saiten besser.